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Organspende

#1 - Verfasst: 24.08.2010
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, spendet unser Außenminister seiner Frau eine Niere, da sie vor ein paar Monaten erkrankt ist.. Diese paar Monate müssten aber schon ein paar mehr sein, denn so schnell geht das mit der OP normalerweise nicht..

Viele wissen gar nicht, das Betroffene zum Teil bis zu 8 Jahre auf ein passendes Organ warten müssen, da es noch immer viel zu wenige Organspender gibt. Dazu gehört das tägliche hoffen auf einen Anruf der jeweiligen Transplantationszentrale und die Enttäuschung wenn sich doch wieder niemand gemeldet hat. Dabei muss der Spender nichts weiter tun als einen Zettel ausfüllen und bei sich tragen... Und dabei kann er noch auswählen welche Organe er nach seinem Ableben bereit ist zu spenden. Alle nötigen Untersuchungen finden erst statt, wenn der Hirntot festgestellt wurde..

Mich würd mal interessieren, wer von euch hat einen Ausweis? Oder hat sich schonmal damit auseinandergesetzt?

Ich persönlich habe einen, obwohl ich z Zt selbst warte....
-_LoOp_-

#2 - Verfasst: 24.08.2010
bis vor 2-3 Jahren hatte ich auch einen organspendeausweis
nur der is mir abhanden gekommen als ich mir nen neues portmonnaie gekauft hatte
wenn ich tot bin kann ich mit den organen eh nichts mehr anfangen also warum sollte sie dann nicht wer anderes bekommen der sie dringender zum leben braucht
mein freund is immer fleissig am blutspenden und hat auch irgendwie so nen ausweis der was mit knochenmark spende zu tun hat
findn grad net sonst würd ich genaueres dazu schreiben können
#3 - Verfasst: 24.08.2010
ich bin der meinung das das organ des herrn aussenministers nicht seiner frau gegeben werden sollte sondern jemand aus dem volk der schon seit jahren auf eine transpalntation wartet
#4 - Verfasst: 24.08.2010
Zitat:
ich bin der meinung das das organ des herrn aussenministers nicht seiner frau gegeben werden sollte sondern jemand aus dem volk der schon seit jahren auf eine transpalntation wartet


würdest du eher jemand anderen deine Organe geben als z.b deiner Frau, Mutter, Freund oder so? Also da sollte man ganz ehrlich zu sich sein!

Finde es nur traurig, dass wieder eine MÖRDERSHOW aus der Sache gemacht wird. Wie wärs mit ...okay er ist weg, dann sollte man ihm auch das Gehalt für die Zeit streichen und gut ist! Ganz einfach...aber nein der bekommt wetten weiterhin die dicke Kohle und wird hoch gelonbt, obwohl es meiner Meinung nach selbstverständlich (selbst das würde ich machen) ist wenn man sich liebt. Das ist das einzige was an der Sache stinkt!

Ich selber habe einen Ausweis, doch verneine ich einer Entnahme meiner Organe. Ich fühle mich zur Zeit noch nicht bereit, diese Sache mit Ja zur Entnahme zu beantworten. Ich denke das sollte jeder mit sich selber ausmachen und wirklich nur mit JA beantworten wenn er es WIRKLICH VON SICH AUS WILL!

Ich denke einige sind stark der Meinung: Kannste nachm tot ehe nichts mit anfangen etc... Vielleicht habt ihr recht,... trotzdem habe ich ein "Nein Gefühl" was hoffentlich akzeptiert wird!
-_LoOp_-

#5 - Verfasst: 24.08.2010
man kann einem nicht die meinung verbieten und wenn du sagt nein jetzt noch nicht is das vollkommen in ordnung

nur seitdem ein alter klassenkamerad erkrankt war denke ich da anders
wäre es bei uns der fall das mein freund eine spenderniere bräuchte würde ich ihm meine auch eher geben als jemand fremdes was denke auch verständlich ist
Kathi86
Themenstarter

#6 - Verfasst: 24.08.2010
Zitat:
ich bin der meinung das das organ des herrn aussenministers nicht seiner frau gegeben werden sollte sondern jemand aus dem volk der schon seit jahren auf eine transpalntation wartet


Das ist nunmal nicht möglich, da so eine Lebendspende an viele Faktoren gebunden ist. Da werden psychologische Gespräche geführt, warum man gerade der PErson etwas spenden will. In welchem Verhältnis man zu dieser Person steht usw. Es wird vorausgesetzt das du diese Person kennst. Du kannst bei keiner fremden Person eine Lebendspende leisten. Von den Untersuchungen mal abgesehn. Eine Lebendspende ist weitaus schwieriger als es sich alle vorstellen. Ich finds gut das er das macht und hab da nen riesen respekt vor. Denn er geht damit auch ein Risiko ein. Zwar kann er mit dieser einen Niere leben, aber wenn er nen Unfall hat, oder seine Niere aus irgendwelcehn Gründen irgendwann versagt, ist er derjenige der an der Dialyse hängt und auf eine evtl Spende wartet.

@eumpeum. Dafür wird keiner verurteilt. Wollte nur mal hören wie ihr so darüber denkt. Wäre ich nicht selbst betroffen, hätte ich mich vermutlich nie mit dem Thema auseinander gesetzt, geschweige denn jemals einer Organspende zugestimmt. Natürlich sollte man das nur machen, wenn man von sich aus überzeugt ist. Ich habe bzw lerne gerade die andere Seite kennen. Wie es ist, und was es heißt zu warten... Gäbe es diesen Abschnitt in meinem Leben nicht, wäre ich vermutlich auch niemals auf die Idee gekommen überhaupt mal darüber nachzudenken....
#7 - Verfasst: 24.08.2010
nein ich wollte damit nur sagen das andere menschen sehr lange warten müssen, aber wenn politiker ihre finger im spiel haben scheint das recht schnell zugehen... und soweit ich weiss müsste meine verwandtschafft auch warten, sofern ich spende bin mir da aber nicht sicher, das wohl ein gleichberechtigungsgesetz gibt (hab ich mal irgendwo gelesen)

selbstverständlich hat jeder mensch das recht auf leben, aber man kennt ja nunmal auch die sogenannte 2klassen medizin, und ich bin mir sicher das bei sowas, oder etwas anderem diese politiker, oder prominenz bevorzugt behandelt werden.

ich drücke es mal so aus. frau X wartet schon 5 jahre auf eine neue niere

fraU Y (politiker) 2 wochen, nach 4 wochen warscheinlich operiert mit ersatzniere, und frau X wartet immer noch

das mein ich im bezug auf spenderorgane beider parteien von dritten die sie nicht kennen !, also nicht direkt dieser fall mit steinmeier
#8 - Verfasst: 24.08.2010
Zitat:
Wäre ich nicht selbst betroffen, hätte ich mich vermutlich nie mit dem Thema auseinander gesetzt,


mhh, das höre ich ja garnicht gerne. Ich hoffe welches "Organ" es auch immer sein mag, dass du es schnell bekommst! Woher und von wem auch immer...
Ich finde es selber Klasse wenn Leute etwas spenden und bin grad "dankbar", dass meine Meinung bzw. Einstellung doch so positiv aufgefasst wird!

Kathi86
Themenstarter

#9 - Verfasst: 24.08.2010
Also ich kann dir nur sagen wie es bei mir ist.

Meine Mutter ist bereit mir eine ihrer Nieren zu spenden. Das ist wie gesagt an viele Untersuchungen gekoppelt. Ich bin von März bis Mai zu verschieden Ärzten gelaufen um Termine wahrzunehmen und Untersuchungen zu machen. Im Juli war ich dann zum ersten Mal bei der Transplantationszentrale (meine Wahl viel auf die in der Uni-Klinik Münster). Da erfolgten dann weitere Untersuchungen. Nächste Woche haben wir den Termin zum ersten psychologischen Gespräch von insgesamt 3 sinds glaub ich. Müsste ich nachsehen. Dann muss meine Ma noch einige Unterscuhungen machen zum Einen ambulant und dann noch stationär 3 Tage in der Uni Klinik. Danach folgen dann die weiteren Gespräche.

Das ganze dauert ca 6 Monate bis zum tatsächlichen OP Termin. Mal ein paar wochen länger mal ein paar weniger.

Das hat mit Politiker sein oder nicht nichts zu tun. Das wird bei Herrn Steinmeier auch so lange gedauert haben. Nur wurde es eben nicht öffentlich gemacht. Das ist aber der ganz normale Ablauf so wie es eben jeden betrifft unabhängig davon ob er bekannt ist oder nciht.

t00i

#10 - Verfasst: 24.08.2010
ich habe einen organspendeausweis, der bei mir drei funktionen erfuellt.
1. im ernstfall kann er anderen menschen helfen, ein benoetigtes organ zu bekommen.
2. zur identifikation meiner person ist er auch brauchbar.
3. er dient auch fuer die information meiner familie, wenn mir etwas zustossen sollte.

ich habe mich lange damit auseinandergesetzt und bejahe den organspendeausweis.
der hirntod ist zwar umstritten und oft hoert man, dass dieser kuenstlich provoziert wird, um an die organe zu kommen oder dass leute aus dem hirntod doch wieder erwachen.
aber ich seh das pragmatisch.
selbst wenn ich keinen organspendeausweis haette und irgendwie doch wieder zum leben kaeme, was waere das dann noch fuer ein leben? wer so nah am tod klebt, dass er zur organspende in frage kaeme, wuerde garantiert trotz wundersamer rueckkehr ins leben immer schwerstbehindert bleiben. dann lieber kurz und schmerzlos.

daher sage ich ja zur organspende.

eine lebendspende wuerde ich aber nur in wirklich extremen faellen in betracht ziehen.

gruss,
tom
Athena

#11 - Verfasst: 24.08.2010
Ich auch Organspender.
Und zwar Vollaustattung.

MFG
Athena
Kathi86
Themenstarter

#12 - Verfasst: 24.08.2010
Zitat:
mhh, das höre ich ja garnicht gerne. Ich hoffe welches "Organ" es auch immer sein mag, dass du es schnell bekommst! Woher und von wem auch immer...


Danke.. Aber ich seh das alles recht locker. Wenns soweit ist ists super ansonsten muss ich halt warten.. Noch gehts mir damit ja auch ganz gut. es sei denn es kommen iwelche Leute an und erzählen mir wie leid Ihnen das doch alles tut und bla.. Da komm ich gar nicht drauf klar und die müssen dann auch shconmal gut einstecken

Von Mitleid kann sich eh keiner was kaufen...
#12 - Verfasst: 24.08.2010
organ lebendspende, enttäuschung organspende niemals

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