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Ölwechsel mit Ölschlammspülung

Chris09
  • Themenstarter
Chris09's Lupo

Hallo zusammen,

da ich mit meinem Lupo viel Kurzstrecke fahre (täglich ca. 20Km) ist mein Öldeckel voller Schlamm. (Kühlmittel gelangt nicht ins Öl!)

Da ich nun sowieso einen Ölwechsel machen möchte frage ich mich ob es vorab sinnvoll wäre eine Ölschlammspülung zu machen mit dem MotorClean von LiquiMoly!

Gerne würde ich hierzu ein paar Erfahrungen hören von denen die sowas schon mal gemacht haben. Vllt. gibt es ja noch was Besseres als Das Zeug von LiquiMoly und muss ich speziell auf etwas achten?



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Meine Meinung, lass es lieber. Früher gab es mal Öl welches beim nicht wechseln verschlammen konnte & sich wie Pudding ablagerte. Diese Zeiten sind längst vorbei. Habe beim alten Focus Diesel meines Kumpels mal einen Ölwechsel gemacht der schön überüberfällig war. Das Öl ist natürlich durch die Verbrennungrückstände pechschwarz, aber auch verkokungen lagern sich unterm Deckel & in den Ecken des Motors ab.
Du hast nur Kondenswasser im Öl. Fahre mit Deinem Würfel mal Langstrecke & mache nur einen Ölwechsel. & wenn Du bei niedrigen Temps & Kurzstrecken in Zukunft kondensschleimlos sein willst, hilft nur ein beheizbarer Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung. Bei mir hats geholfen

http://www.lupotreff.de/forum/t/13607


Ich würde auch sagen: Bei verkokelten Ablagerungen und sowas kann man die Spülung machen (wenn sich dann noch die Öllampe im Standgas meldet), aber bei dem "bisschen" Schnodder würde ich auch nur einmal richtig warm fahren (Stau mit viel Stop & Go z. B.) und danach einen normalen Ölwechsel mit Filter machen.



Moin,

ich habe gute Erfahrungen mit der Spülung gemacht. Ölverbrauch ist wieder besser und Rundlauf. Klar ist, dass ich das Ergebnis nicht messen konnte. Aber mein Popometer sagt: Minimal besser und bissi sanfter.

Dabei habe ich erst das alte Öl warm abgelassen. Auto war bissi angekippt - nur für den Fall.

Dann neues billiges - aber nach VW Spez. - Öl rein, Motorreiniger rein und dann was um die 5 Minuten im Stand, 5 Minuten langsamer Schleichfahrt und nochmal 5 Minuten Stand. Dann alles raus und Filter gewechselt und neues Öl rein.
Wie gesagt, messen kann ich es nicht, aber zum Schluss gibts noch ein gutes Gefühl was für den Motor geraucht zu haben.


Was meinst du mit "Ölverbrauch wieder besser"?

Was hat dich zur Ölspülung gebracht?

Welches Öl hast du jetzt final rein gemacht? Vllt. liegt da eher der Zusammenhang (neue Ölsorte/alte Ölsorte), als bei der Spülung.


gelöschtes Mitglied

    Zitat:

    Was meinst du mit "Ölverbrauch wieder besser"?


    ich habe eine Ähnliche Erfahrung gemacht, der Öl-Verbrauch meines AKQ war immens auf 1000km locker 0.5l was auf dauer einfach dumm ist , vorallem fahre ich 400km zu Arbeit die Woche...

    musste dann eh nen Öl-Wechsel machen (davor war 0-40 Vollsync. von F-Becker drin) und hab mir gedacht "komm die 10€.." und hab mir die Motorspülung von LQ gekauft. Das Zeug rein und 15min im standgas laufenlassen, bei mir waren es 20min und zwischendurch mal nen gas stoß ...


    Ergebniss, man konnte von oben sehen das die Nockenwelle auf einmal geglänzt hat wo die davor doch "braunig" war^^

    Öl verbrauch ist nun fast komplett weg, bin seit letztem September nun unterwegs und hab bisher nur 1x nachgefüllt, und zwar von mitte auf voll

    Ich kanns nur emfehlen das mal zu machen , vorallem wenn der Motor ein paar KM aufn buckel hat (bei meinen waren es ~180.000km)


    Zitat:

    Öl verbrauch ist nun fast komplett weg, bin seit letztem September nun unterwegs und hab bisher nur 1x nachgefüllt, und zwar von mitte auf voll


    Genau so in der Art waren meine Erfahrungen, bei 189.xxx km.

    Zum ÖL-Unterschied kann ich nur sagen, dass es wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verschiedenes ÖL ist. Denn ich habe das kurz nach Kauf gemacht und wusste nicht welchen Hersteller der Vorbesitzer benutzt hat.

    Beim tanken nehme ich immer sehr günstiges 2Takt ÖL teilsynt. rund 120ml auf den vollen Tank.


    Nur um es erwähnt zu haben, ich hab die extreme Variante gemacht und das System mit Diesel durchgespült. Dazu ca. 1 Liter Diesel in den Öleinfüllstutzen, dabei darauf achten, dass der Füllstand nicht über Max kommt. Danach hab ich den Wagen nur im Stand laufen lassen, komplett ohne Last, da bei Belastung der Schmierfilm reißen könnte. Als der Motor warm war, habe ich dann das Öl-Dieselgemisch abgelassen. Im Anschluss habe ich ein billiges vollsynthetisches eingefüllt und damit quasi nochmals alles durchgespült. ca. 1 Woche gefahren, 30 KM hin zur Arbeit und wieder zurück. Am WE dann wieder Ölwechsel mit 10 W 60. Ist auch bei höherer Belastung und Temperaturen, besonders im Sommer, stabiler als dieses W40 oder das von VW empfohlene W30 und reicht für unsere Breitengrade auch im Winter vollkommen aus. Wichtig war mir Vollsynthetisch, damit hat man wesentlich weniger, bis keine Ablagerungen mehr.

    Die Kanäle und Nockenwellen waren danach auf jeden Fall sauber. Subjektiv lief der Motor ruhiger und besser, auch unter Belastung. Ansonsten hab ich keine negative Dinge feststellen können, was wohl positiv gesehen werden kann. Ölverbrauch hatte er vorher nicht und danach auch nicht.

    Die Anwendung erfolgt aber definitiv auf eigene Gefahr.


    Zitat:

    Beim tanken nehme ich immer sehr günstiges 2Takt ÖL teilsynt. rund 120ml auf den vollen Tank.


    Bitte was?

    @ silver-dragon:

    Ich hätte eher Sorge, dass Dreck, der angegriffene Dichtungen "dicht" hielt/hält, durch die Spülung flöten geht und dann der Motor aus jeder Pore Öl ausatmet.

    Was für Symptome hattest du, die dich zur Spülung brachten?



    Vermehrte Zündaussetzer im Teillastbetrieb und Lastbetrieb zwischen 1800 und 2000. Hier geriet der Nockenwellensteller, bzw. das Ölfeinsieb in verdacht. Diesel greift die Dichtungen nicht an. Eher Alkohol oder die aggressiven Ölspülungen. Der Ölfilter wurde dabei natürlich auch 2 mal getauscht. HAtte ich vergessen zu erwähnen, aber irgendwie muss ja der Liter Platz entstehen für den Diesel. Somit ist das alte Öl, welches mit dem Diesel versetzt wurde, zuerst durch den frischen Filter geflossen und anschließend durch die Kanäle. Dabei sind die Partikel immer Richtung Ölwanne gespült worden. Dort sind sie dann vom frischen Filter wieder zuerst ausgefiltert worden. Nach der Zwischenspülung gab es dann auch den zweiten frischen Ölfilter.

    Da in diesem Zusammenhang aber auch gleich eine große Wartung (Zahnriemen) durchgeführt wurde, sind Ölansaugstutzen und Ölpumpe getauscht und das Feinsieb entfernt worden.

    Und wie ich schon schrieb, meiner hatte und hat keinen Ölverlust.


    Und wie sahen Ölpumpe/Feinsieb aus? Wo du die Sachen ja schon mal hast ausbauen lassen bzw. selbst ausgebaut hast...


    Ich habe leider keine Fotos mehr gefunden, aber die Ablagerungen am Öleinfüllstutzen kennst Du bestimmt, die krustig wirken.
    Nach der Spülung war das Blech oben am Öleinfüllstutzen gelblich und nicht mehr dunkelbraun.
    Am Ansaugrohr und in der Ölwanne hatte ich auch dieser krustigen Ablagerungen gefunden. Der Ölrest in der Wanne wirkte schon sehr schleimig, teilweise waren auch verhärtete Stückchen drin, die wie weicher Asphalt wirkten.
    Natürlich hatte ich die Ölwanne erst nach der Spülung abgenommen, so dass ich davon ausgehe, dass die Stückchen und das verdickte Öl von der Ölspülung kamen. Diesel müsste ja eigentlich Öl verdünnen.
    Ansonsten waren die Graugussbereiche jetzt gelb und nicht mehr dunkelbraun. An den blanken stellen (z.B. Nocken der Nockenwellen) hat man nur noch den Ölfilm gesehen, aber keine Ablagerungen (war aber vorher auch schon so). Die Ölpumpe sah noch gut aus, halt lediglich verfärbt. Ich hatte sie aber auch erst nach der Spülung begutachten können. Ich kann also zum Großteil nur vermuten, aber die Indizien sprechen für einen Erfolg.

    Trotzdem übernehme ich für fremde Motoren und die Nachahmung keine Garantie. Jeder sollte selbst entscheiden, wie gefährlich es ist, wenn der Schmierfilm abreißt. Bei mir ist er nicht gerissen und der Motor wirkte im Inneren (Blick durch den Einfülldeckel und in das Kurbelgehäuse) sauberer. Un die Ablagerungen in der Ölwanne sprachen auch für eine echte Spülung. Aber auch das ist nur ein subjektiver Eindruck. Bei falscher Anwendung, oder Verwendung von Diesel pur, kann es definitiv zu kapitalen Motorschäden kommen. Darüber sollte sich jeder klar sein. Ich hatte zu der Zeit jedenfalls nichts zu verlieren und war mir der Folgen bewusst.

    Nur am Rande, jeder Motorölspülung ist eine Schwächung der Schmierwirkung / Verdünnung des Öls. Entsprechend sollte man bei diesen Spülungen grundsätzlich keine Last erzeugen, da sonst die Lagerstellen und die Ölpumpe schaden nehmen könnten. Also immer nur Leerlauf und niemals Gasstöße!


    Ich denke, wenn man Öl (2/3) + Diesel (1/3) zusammenfügt, was ja beides schon ölig ist, und dann die Karre im Stand laufen lässt, dürfte doch nicht viel passieren. Wird ja nicht wie Sau beansprucht und hat auch nicht die Möglichkeit kochend heiß von innen zu werden?!

    Aber würde ich selbst wohl auch nur in Fällen tun, wo das Ergebnis höchstens besser werden kann, als der Zustand selbst schon ist.


    Leider kann ich mich hier irgendwie nicht bedanken, aber die Aussage unterstreiche ich mal. Viel schlimmer, als eine "normale" Ölspülung ist 1 Liter Diesel auch nicht. Nur billiger und vermutlich auch besser. Nur Benzin sollte man definitiv vermeiden!


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