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Batterie tiefentladen / Sicherungsdose auf Batterie

bernd69
  • Themenstarter
bernd69's Lupo

Hallo,

nachdem mein Lupo den Winter über stand ist jetzt vermutlich die Batterie hin. An den Polen messe ich noch 8V. Kann man da noch was machen? Ich habe noch ein "dummes" Ladegerät das stumpf 12V ausspuckt. Kann ich das probieren oder fliegt mir da die Batterie um die Ohren?

Wofür ist eigentlich die Sicherungsdose auf der Batterie da? Ich musste eben beim Batterie ausbauen feststellen, dass die nach dem letzten Werkstattaufenthalt nur auflag und nicht festgeschraubt war...

Gruß
Bernd



Hallo Bernd,

der Sicherungskasten auf der Batterie ist nicht geschraubt sondern wird auf die Batterie aufgesteckt und klemmt sich fest. Die beiden Laschen federn und sie müssen unterhalb der Kante einrasten.

Die Starterbatterie kannst Du vorsichtig aufladen. Der Ladestrom sollte möglichst bei 2 A liegen.

Die Spannung kann bei 14,4 Volt liegen, diese Größe ist ja auch die Grenzspannung des Reglers im Generator.

Ich kenne Dein Ladegerät nicht, aber es wird schon gehen. Die Starterbatterie ist schon fast tiefentladen, denke, wenn Du sie in einem wärmeren Raum erst mal auf Temperatur kommen lässt .... einige Stunden stehen lassen ... dann kannst Du sie normal laden. Nicht Schnell-Laden, dies würde das Aus bedeuten.

Wenn Du die Starterbatterie aufgeladen hast, dann min. 2 Stunden stehen lassen und dann die sogenannte Ruhespannung messen. Bei einer noch halbwegs intakten Batterie sollte die Ruhespannung min. 12,5 Volt betragen. Ist sie kleiner, so denke über den Kauf einer neuen Starterbatterie nach.

Gutes Gelingen

Jürgen

Nachtrag:

Der Sicherungskasten auf der Batterie beinhaltet einige Sicherungen ... Stecksicherungen und auch Streifensicherungen.
War denn der Pluspol überhaupt gut fest geschraubt ? Den Deckel des Sicherungskasten kann man aufklappen ( 2 Laschen betätigen ) . Dann kann man die + Polklemme ab- bzw. festschrauben. 10 er - Steckschlüssel passt.


... und beim Einbau der Batterie darauf achten, dass alle Sicherungen im Sicherungsträger unversehrt sind und guten Kontakt zu den angeschlossenen Kabeln haben. Besonders die Blechstreifensicherung mit 110 Ampere auf dem 1. Platz. Darüber läuft nämlich die Verbindung zum Generator, ohne die die Batterie nicht geladen werden kann.



AUch wenn die Blechstreifensicherung äusserlich intakt aussieht, kann sie sich durch Alterung zersetzen und einen größeren Widerstand aufbauen.
Am Besten die Sicherung einfach mal ausbauen. Wenn sie sich dann zerbröselt - ersetzen.


Hallo,

hab ich auch schon mal gehabt, das mit dem Zerbröseln, aber 30 Jahre her .... bei den Batterien mit den berühmten Einfüllstopfen zum Nachfüllen von destilliertem Wasser .... Batterie hatte gekocht, Säure übergelaufen und Batterieträger durch gefressen .... aber wie.

Aber der TE schrieb u.a. nachstehendes:

Zitat:

Wofür ist eigentlich die Sicherungsdose auf der Batterie da? Ich musste eben beim Batterie ausbauen feststellen, dass die nach dem letzten Werkstattaufenthalt nur auflag und nicht festgeschraubt war...


Hier liegt die Vermutung nahe, dass der Plus-Pol auf den Batterie-Anschluss nicht oder nur ungenügend befestigt war.

Um diesen Anschluss einwandfrei an dem Batterie-Plus-Pol fest schrauben zu können, muss der Sicherungsaufsatz schon in die Batteriehalterungen fest eingerastet sein. Wenn nicht, sind aber einige Metallteile des Sicherungsaufsatzes mit Sicherheit verbogen. Wie soll sonst der Klemmschuh den Pluspol der Batterie richtig umfassen können.

Das der TE die Halterung und auch Streifensicherungen kontrollieren sollte, versteht sich doch von selbst.

Meines Erachtens nach müsste der TE auch Startprobleme mit dem Anlasser gehabt haben. Denn letztlich wird ja bei einem mangelhaften Kontakt die Starterbatterie im Fahrbetrieb nicht mehr richtig geladen und bei der Entladung, Startvorgang ist ein hoher Übergangswiderstand da.

Übrigens, eine 80 A - bzw. 110 A Streifensicherung ( MKB ? ) kostet fast an die 10 EUR.

@ Bernd,

hast Du etwas näheres zur tiefentladenen Batterie heraus gefunden ?. Batterie mal geladen und dann die Ruhespannung gemessen ?.


Jürgen M.


Zitat:

Übrigens, eine 80 A - bzw. 110 A Streifensicherung ( MKB ? ) kostet fast an die 10 EUR .


N 10424904 bzw. N 10424905 - SICHERUNG Preis: 3,15 € incl. 19% Mwst. (http://www.nininet.de)

MKB = APE (laut Profil des TE)


Hallo,

in einem Beitrag wurde dies mal gepostet wurde. TE hatte Starthilfe bekommen, hat aber nicht funktioniert. Einen Hilfsdienst gerufen, der Techniker sagte u.a., zwischen Generator und Starterbatterie gibt es keine Sicherung, Generator ist defekt. Ich brauchte einige Zeit um das rüber zu bringen, dass doch eine Sicherung da ist. Der TE lies sich auch in PN nicht belehren.

Wenn ich mich recht erinnere hat der TE einen neuen Generator eingebaut. Erwartungsgemäß war nix mit Batterie aufladen. Dann habe ich dem TE geschrieben wo er die Sicherung findet ... dann kam es bei ihm an.

Die Streifensicherung sollte 7 Euro plus einen Cent-Betrag gekostet haben. Dazu kam noch die MWSt.

Noch ein Beispiel: Vor einigen Monaten habe ich die Kupplung am Lupo meiner Frau gewechselt und eine kleine Halte-Feder am Ausrücklager war verbogen. Ist wirklich klein. Die beiden Federn halten das Ausrücklager in Position auf dem Ausrückhebel. Sind beide gleich, nur jeweils anders abgewinkelt. Eine Haltefeder kostete 1,00 EUR die andere 9,34 EUR dazu kam noch die Mehrwertsteuer.

Wohl bemerkt gleiches Material, gleiche Größe nur um 180 ° anders abgewickelt. So differieren die Preise beim " Freundlichen " . Dachte zuerst an einen Fehler, mitnichten es stimmte so. Wollte mir das von Wolfsburg bestätigen lassen, die Ersatzpreise werden in der jeweiligen Region örtlich festgelegt.

Seltsam ist Ersatzteil-Preispolitik der Unternehmen. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, vor langer Zeit hat mal jemand eine Aufstellung gemacht, was ein PKW aus Ersatzteilen zusammen gekauft kostet. Ich weis es nicht mehr genau, es war etwa 12 mal soviel wie der Neupreis des betreffenden Fahrzeuges. Da wird das Geld verdient.

Das nur zu den Preisen.

Jürgen M.


bernd69
  • Themenstarter
bernd69's Lupo

Zitat:

Die Starterbatterie kannst Du vorsichtig aufladen. Der Ladestrom sollte möglichst bei 2 A liegen.

Die Spannung kann bei 14,4 Volt liegen, diese Größe ist ja auch die Grenzspannung des Reglers im Generator.

Ich kenne Dein Ladegerät nicht, aber es wird schon gehen. Die Starterbatterie ist schon fast tiefentladen, denke, wenn Du sie in einem wärmeren Raum erst mal auf Temperatur kommen lässt .... einige Stunden stehen lassen ... dann kannst Du sie normal laden. Nicht Schnell-Laden, dies würde das Aus bedeuten


Hmm, was ich mir überlegt habe ist, dass bei 8V schon mindestens eine Zelle kurzgeschlossen ist, wenn ich dann lade, würden die anderen Zellen dann nicht eine zu hohe Spannung abbekommen und anfangen auszugasen? Oder ist mein Denkansatz hier falsch?

Zitat:
Hier liegt die Vermutung nahe, dass der Plus-Pol auf den Batterie-Anschluss nicht oder nur ungenügend befestigt war.


Fast. Der Pluspol war richtig verschraubt, die Sicherungsdose war auch richtig verclipst. Der Blechstreifen der die Sicherungsdose mit dem Pluspol kontaktiert war jedoch nicht befestigt. Die Mutter befand sich unter dem Blechstreifen, muss die Werkstatt wohl vergessen haben wieder festzuschrauben.

Zitat:
Meines Erachtens nach müsste der TE auch Startprobleme mit dem Anlasser gehabt haben. Denn letztlich wird ja bei einem mangelhaften Kontakt die Starterbatterie im Fahrbetrieb nicht mehr richtig geladen und bei der Entladung, Startvorgang ist ein hoher Übergangswiderstand da.


Starten war (vor dem Winter) kein Problem. Das könnte mit ein Grund sein warum die Batterie so platt ist, wenn der Generator nicht laden konnte.

Zitat:
hast Du etwas näheres zur tiefentladenen Batterie heraus gefunden ?. Batterie mal geladen und dann die Ruhespannung gemessen ?.

Noch nicht. Will die Batterie auf dem Balkon laden, aber mir war's die letzten Tage zu kalt

Gruß
Bernd


Hallo Bernd,

fangen wir mal bei dem nicht verschraubtem Blech an. Dann ist es wohl klar, dass die Batterie wohl nur mangelhaft geladen wurde. Der erwähnte Übergangswiderstand war bzw. ist zu hoch.

Dann hatte ich Nachstehendes wohl falsch verstanden. Dein Text:

Zitat:

Wofür ist eigentlich die Sicherungsdose auf der Batterie da? Ich musste eben beim Batterie ausbauen feststellen, dass die nach dem letzten Werkstattaufenthalt nur auflag und nicht festgeschraubt war...


Sollte Deine Vermutung stimmen, dass eine Zelle einen Kurzschluss hat, dann könntest Du die Stromkosten für das Laden sparen und den Akku gleich verschrotten.

Aber einen Versuch den Akku noch zu retten, sollte wohl nicht unterbleiben.

Beim Akku, wir sprechen beim PKW fast nur von Blei-Akkus, gibt es verschiedene Spannungen welche verschiedene Auswirkungen haben. Eine hatte ich ja schon angeführt, dies ist die Ruhespannung der gesamten Zellen des Akkus. Dann gibt es noch die Ladespannung, die Zellenspannung, die Ladeschluss-Spannung und noch eine ganz wichtige Spannung, das ist die Entladeschlussspannung.


Diese Entlade-Schluss-Spannung beträgt beim Bleiakku etwa 1,75 Volt je Zelle. Da eine Starter-Batterie 6 Zellen besitzt, wäre die Entlade-Schluss-Spannung der Starter-Batterie 6 x 1,75 V = 10,5 V.

Eine Spannung unterhalb dieser Entladeschluss-Spannung , kennzeichnet auch die Tiefentladung des Akkus, dies bedeutet noch nicht das AUS für den Akku, nur beginnt dann der unaufhaltsame Vorgang der Sulfatisierung, d.h. dies sind nicht reversible Vorgänge im Akkumulator welche ihn letztlich zerstören.

Je länger dieser Zustand anhält um so mehr Schaden nimmt die Starter-Batterie.

Eine Erklärung anhand der chemischen Vorgängen im Akku erspare ich mir hier. Hänge alsbald die Starterbatterie ans Ladegerät. Wenn die Ursache für das Nichtladen der nicht festgeschraubte Blechstreifen war, zeigt dies doch, dass die Starterbatterie noch, bzw. vorher, in Ordnung war.

Also, laden der Starter-Batterie mit möglichst geringem Strom .... wenn es z.B. eine 44 Ah - Lupo-Batterie ist .... etwa 20 Stunden laden lassen. Dann 2 Stunden ruhen lassen und dann die Ruhespannung messen. Ist sie > 12,5 Volt dann ist die Batterie noch ok. Ist die Ruhespannung < 12,5 Volt wird kurz oder lang eine neue Starterbatterie fällig.

Berichte bitte mal was das Laden des Akkus ergeben hat.

Jürgen



bernd69
  • Themenstarter
bernd69's Lupo

Hallo Jürgen (und alle anderen),

nachdem die Batterie über die letzten Tage insgesamt ca. 30h am Ladegerät hing habe ich heute morgen (nachdem sie über Nacht stand) die Spannung gemessen: ca. 12,5V, also so wie du sagtest, "noch" gut, Kurzstrecken sollte ich wohl meiden.

Gruß
Bernd


Hallo Bernd,

dann dürfte der Zustand der Starterbatterie noch in einem Bereich sein, wo sie noch verwendbar ist. Voraussetzung hier ist aber auch, dass sie ausreichend geladen wird. Wie Du schon erkannt hast, sind Kurzstrecken dabei problematisch. Starker Frost tut ein übriges, dabei kann sich die noch vorhandene Kapazität der Batterie durchaus halbieren.
Dann reicht es für einige Startversuche und der Anlasser dreht nur noch ganz müde.

Wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen und nicht nur Kurzstrecken...und das noch in der Dunkelheit...gefahren werden, reicht es allemal.

Dann gute Fahrt und denke dran, wenn der Anlasser anfängt müde zu drehen, sofort über Nacht ans Ladegerät.

Jürgen


Zitat:

...Kurzstrecken sollte ich wohl meiden


Dann fahren wir jetzt nur noch über Rom zur Arbeit und wieder nach Hause um die Batterie zu schonen...


Hallo Bommel,

das ist auch gut. Jetzt kommts, ich hatte seinerzeit 2,5 Km zur Arbeit. Meine Frau sagte, lass´ den PKW doch mal stehen und geh´ den Weg zu Fuß. Habe ich dann auch gemacht.

Was der Chef sagt, wird gemacht

Alles am Morgen 20 Minuten früher gemacht, gelaufen, das hat dann so viel Freude gemacht, dass ich dies nicht ganz 15 Jahre durch gehalten habe.
Dann wurde ich pensioniert.

Jürgen


Na super! Und es hat Dir damals sicher nicht geschadet...

Ich fand das halt von Bernd69 nur so lustig.
Kurzstrecken meiden, damit ne 70 Euro Batterie länger lebt...
Nichts ist für die Ewigkeit...


hallo leute habe euren austausch gelesen.... sehr interessant....

da dachte ich mir frag doch mal ob es noch die trockenbatterien gibt also leere die man selbst mit schwefelsäure befüllen kann...was meint ihr gibts die noch und wenn ja vielleicht einen link

Danke
schönen gruß
gaston


Hallo!
Ich muss das Thema mal nach oben holen.
Der Vorbesitzer meines Lupos hatte 2015 eine 0815 Batterie mit 36 Ah neu gekauft und eingebaut. In der letzten Woche hatte ich jetzt schon 2x einen Zusammenbruch der Batterie. Ich dachte es liegt am Zündschloss, weil er kurz nach diesen Zusammenbrüchen doch wieder ansprang. Es war, als wäre mit der Batterie alles in Ordnung. Heute nun ging nach der letzten frostigen Nacht nichts mehr. Batterie ausgebaut und ans Ladegerät gehangen. Nach nur 1 Stunde laden meldet das Ladegerät "Batterie voll". Ohne einer einzigen gasenden Zelle. Hab mal in die Zellen geschaut. Bei 2 Zellen ist der Säurestand eher bedenklich. Warum auch immer und vor allem so plötzlich? Bei den vergangenen Ladevorgängen in den letzten 1,5 Jahren, waren die Säurestände immer in Ordnung. Keine Ahnung wo die korrekten Säurestände abgeblieben sind .
Es wird jetzt nach nur 5 Jahren sicher eine neue Batterie fällig.
Welche Batterie würdet ihr empfehlen? Wieviel Ah sollten es mindestens sein?
Ist ein All Motor Bj. 02/99.

Weiß jemand, wo oder was mit Jürgen M ist? Habe leider schon Ewigkeiten keine neuen Beiträge mehr von ihm lesen dürfen.
Ich hoffe, es geht ihm gut.... ;


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