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LUPO GTI Bremssattel hinten auseinander nehmen

Oldschooler
  • Themenstarter
Oldschooler's

Hallo,

vor 2 Tagen hat sich herausgestellt, dass der hineree linke Bremssattel an meinem GTI wohl nicht funktioniert, wenn man die Handbremse betätigt.
Passiert halt gar nix, wenn man die Handbemse zieht...rechts is alles O.K.
Jetzt soll der Sattel in der Werkstatt auseinander genommen werden, um zu schauen, was da los ist.
Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht? Das erste Problem besteht darin, eine geeignete Zange zu finden, um den Simmering lösen zu können, weil der zienlich tief drin sitzt.
Und die zweite Sache ist die, gibt es für das "Innere" überhaupt Ersatzteile zu kaufen?
Hab mich schon durch das Forum und Netz gesucht, aber nix gefunden.
Ansonsten belibt wohl nur die teure Alternative einen neuen Sattel zu kaufen. Hab da auch schon nachgesehen und bin auf den hier gestoßen TRW BHQ136. Der is halt schon rot. Da das ja eigentlich Lucas ist, sollte das doch mit den "originalen" Haltern passen...Jemand schon Erfahrungen damit?

Danke im Voraus!

Gruß
Andreas



Bevor Du den Sattel tauschst, schau doch mal nach den Zügen. Ist der defekt, ist der länger als der andere, Nachstellen schon probiert?

Erst wenn definitiv feststeht, dass nicht die Züge defekt sind, dann definitiv die teure Variant - es geht schließlich um Dein Leben und im Ernstfall sogar um andere!
Ich persönlich würde dann sogar beide Sättel tauschen.

Wenn der Sattel für GTI ist, dann passt der auch beim GTI.


Oldschooler
  • Themenstarter
Oldschooler's

Also ich geh mal davon aus, dass die Werkstatt hoffentlich weiß, was sie tut.

"es geht schließlich um Dein Leben und im Ernstfall sogar um andere! " Das is mir klar....und glaube mir, an dem Wagen wurde nie gespart Die komplette Bremsanlage wurde ja erst vor ca. 5 Monaten komplett überholt nachdem die Sättel vorher pulverbeschichtet wurden. Neue EBC Scheiben und EBC Beläge sind da auch gekommen..und zwar rundum....ich geh da immer ernsthaft mit um

Natürlich wurde die Handbremse nachgestellt, dabei wurd das ja auf dem Prüfstand erst festgestellt. Is ja nicht so, dass der Wagen nicht bremst! Nur die Handbremse hat halt hinten links keine Wirkung.
Warum sollte man beide Sättel tauschen? Den Sinn erkenne ich nicht wirklich...

Die Frage ist aber gewesen, ob man den Sattel überhaupt auseinander nehmen sollte bzw. ob sich das lohnt.



Mal ne weitere Frage, da auch nicht explizit benannt: funktioniert die Bremse im Betrieb normal, oder ist der Kolben eventuell fest? passiert nämlich auch mal gerne.

Die Handbremsfunktion des hinteren Bremssattels funktioniert über ein Gewinde, welches, über den Handbremshebel am Sattel, leicht angezogen wird. Entweder ist der Hebel beim Pulvern total festgebacken, oder das Gewinde ist im Sack! Den Hebel kann man mit einem Bolzen abschrauben. Danach kann man die gesamte Nachstellmechanik entnehmen. Wie das funktioniert, sollte aber die Werkstatt wissen. Die Werkstatt sollte aber auch wissen, dass die Reparatur des Bremssattels bei nicht funtkionierender Nachstellmechanik teurer ist, als ein Austauschsattel. Ersatzteile bekommt man nicht dafür, weil das alles nur Pfusch wäre. Die Nachstellmechanik kann man zum Reinigen rausnehmen, aber nicht zum reparieren.

Ich würde Sättel, die eine Nachstellautomatik haben, nie in geschlossener Form Pulvern. Das ist eine Wärmebehandlung einer geschlossenen Technik. Da weiß man nicht was im inneren passiert. Entweder vorher total demontieren und dann nur das äußere pulvern, oder lassen! Ich hab meine lieber lackiert.

Beide Sättel, weil, wenn einer die Hufe hoch macht, dann würde ich mal darauf tippen, das der andere auch einen weg hat (eventuell vom Pulvern). Bremsbeläge tauschst Du ja, auch wenn der Verschleiß wesentlich höher ist und deshalb der Vergleich etwas hinkt, auch nicht nur einseitig.
Aber wenn Du damit immer ernsthaft umgehst, dann hast Du ja verstanden, dass 125 PS (oder mehr) und eine Tonne Leergewicht gebremst werden wollen.


Nunja, das man bei Bremsen immer Achsweise repariert, ist ja eigentlich richtig, aber beim Satteltausch gilt das eigentlich nicht.

Es gibt einen Reparatursatz für den Lucas 34 Sattel, aber das sind nur die Dichtungen, die Mechanik der Feststellbremse habe ich noch nicht einzeln gesehen.....


Kauf dir den TRW BHQ136 und fertig, der kostet 120,-€


wenn Du eigentlich schreibst, was ist denn uneigentlich.

Vergleichen kannst Du die Bremssättel mit zwei bau-und altersgleichen Festplatten. Wenn eine ausfällt, sollte man auch besser sofort beide tauschen. Der Unterschied ist nur, dass bei Festplatten "nur" Daten verloren gehen. Bei einem nicht funktionierenden Bremssattel, könnte Dich das Heck überholen.

Aber jeder trifft seine eigenen Entscheidungen, wenn er an seiner und der Sicherheit anderer sparen möchte, dann bitte.

Aber die Frage wurde, so glaube ich, schon hinreichen beantwortet. Reinigen kann man die Mechanik, dazu muss der Hebel runter und der Rest ergibt sich von alleine. Reparieren kann man sie definitiv nicht.
Aufwand ist aber für beides hoch und lohnt nur beim selber machen.
Also ... tauschen.


Also ich habe noch nie davon gehört, dass Sättel paarweise getauscht werden müssen, steht auch so nicht in den Elsa Unterklagen drin

Das "EIGENTLICH" bezieht sich auf das Wechseln von Scheiben und Belägen.


Vieles steht nicht in den Elsa-Unterlagen.
Da steht auch nicht drin, dann man am besten das Ölfeinsieb zum Ventil für die variable Nockenwelle durch einen Dichtring ersetzt.
Da steht vermutlich auch nicht drin, dass man bei den kurzen Getrieben einen langen 5ten verbauen kann.
Da stehen auch Sachen nicht drin, die sich von selbst verstehen oder eine gewisse Erfahrung voraussetzen.

Also wo steht, dass man bei einem Raid-System die zweite Festplatte besser auch gleich mit tauscht? Das raten Dir die Erfahrenen.
Und genau das mache ich hier auch. Ich rate dazu, den anderen auch gleich mit zu tauschen.


Ok ich sehe das bringt nichts....

Äpfel mit Birnen vergleichen führt zu nichts, was bitte haben Festplatten damit zu tun, warum soll im Reparaturleitfaden von VW stehen, dass ein anderes Gangpaar in die Getriebe passt (Stichworte: Übersetzungsänderung Betriebserlaubnis, Abgasverhalten usw.)

Bleiben wir bei den Fakten:

ein Bremssattel ist defekt, der wird getauscht.

Warum soll ein einwandfrei funktionierender gebrauchter Bremssattel der mit exakt dem gleich Flüssigkeitsdruck beaufschlagt wird wie der neue eine andere Bremswirkung erzielen?

Viele Sachen verstehen sich von selbst, das paarweise Wechseln von Bremssätteln gehört nicht dazu :P, und Erfahrung hab ich mehr als genug


@ Themenstarter

Tausche den defekten Sattel und führe einen Bremsprüfstandslauf durch, eine Abweichung von 25% pro Achse ist bei der Betriebsbremse und eine Abweichung von 50% bei der Feststellbremse zulässig!



gelöschtes Mitglied

    Hallo,

    bei letzten Belagwechsel den Kolben zurück gedreht ? Führungsbolzen kontrolliert ?

    Gruß Hans


    Ich habe nur versucht es Dir transparent dar zu legen, warum man bei einem Ausfall von einem Bremssattel, im Idealfall gleich beide tauscht. Da Du aber scheinbar nicht auf Vergleiche stehst, mal ganz einfach. Du schreibst doch selbst, dass die Bremssättel mit dem gleichen Druck und den gleichen mechanischen Kräften belastet werden. Wenn einer dann schlapp macht, was meinst Du, welchen Verschleißgrad der andere haben wird.

    Ich rede hier nicht von einem Sattel, der in der Führung hängt, den macht man wieder gangbar. ich rede auch nicht von einem Sattel, bei dem der Kolben hakt, auch den macht man wieder gangbar. Ich rede von einem Kolben, der durch eine identische Behandlung, wie der andere Kolben, oder durch Verschleiß nicht mehr zu reparieren ist!

    Aber scheinbar kommt man hier mit Logik nicht weiter. Also gebe ich Dir recht, das bringt nix.

    Aber ich möchte Dich auch nicht angreifen oder Dir irgendetwas aufzwingen, deshalb hatte ich auch geschrieben, das letztendlich jeder selbst entscheidet. Aber dann für solch eine Entscheidung nicht alle Fakten zu nennen und Tipps in Punkto Sicherheit auszulassen, oder sogar noch klein zu reden mit Argumenten, wie: "es steht nicht im ELSA", finde ich schon fahrlässig.

    So, und nun hab ich keine Lust mehr auf Penisvergleiche!

    Zurück zum Thema, um Hans mal aufzugreifen und die einfachen Dinge mal zu prüfen, bei mir waren mal die Beläge am Sattel festgerostet. Wäre auch ein Versuch wert.


    Alles korrekt, vorsichtig genug kann man nie sein.

    Der Kolben selbst ist def. nicht defekt, sondern wenn dann die Mechanik im Sattel, die sowohl die Kraft der Feststellbremse, als auch die der Betriebsbremse auf den Kolben überträgt.

    Der Bezug auf ELSA (unter vielem anderem) als offizieller Reparaturleitfaden der Marke Volkswagen, war dem Fall nicht als gesetzgebendene einzige Lösung gedacht, sondern lediglich als Hinweis, dass es gemäß Volkswagenreparaturanweisung nicht vorgeschrieben ist, Bremssättel paarweise zu tauschen!

    Grundsätzlich kann jeder machen was er will, und über Sinn und Unsinn selbst entscheiden, faktisch wird aber in keiner Werkstatt irgendeiner Marke die ich kenne, der Bremssattel ausschließlich achsweise gewechselt.

    Wenn du das machst, bitte! Aber das GRUNDSÄTZLICH zu empfehlen, halte ich persönlich für nicht angemessen!


    Oldschooler
    • Themenstarter
    Oldschooler's

    Oh je!

    Hatte nicht beabsichtigt aus dem Thema so eine Art von Diskussion werden zu lassen.

    Vielen Dank für all eure Anregungen und Beiträge!

    Nur, um das Thema an dieser Stelle abzuschließen.
    Also, es ist wirklich nur die Mechanik für die Feststellbremse, die nicht funktioniert. Die Bremsleistung ansonsten ist top! Auf Prüfstand gemessen!
    Ein wirkliches Sicherheitsrisiko besteht also nicht!
    Und selbst VW würde nur einen Sattel tauschen und nicht beide.

    Einen Ersatzsattel von LUCAS natürlich NEU, habe ich schon besorgt.
    Falls wir die Mechanik nicht hinbekommen, wird der neue Sattel montiert und fertig.
    Hatte ja gehofft, es gibt jemanden, der mit der Überholung der Mechanik schon Erfahrungen gemacht hat. Jetzt werden wir selber schauen.

    Wünsche ALLEN "Gute Fahrt"!


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