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Notlaufmodus und Ruckeln

Timh
  • Themenstarter
Timh 's

Hallo zusammen,
Habe einen 2001 Lupo 1.4tdi. Er ist erstmals im Mai 17 mehrmals in den Notlauf gegangen (100kmh waren noch möglich) ca 5 min nach Kaltstart auf der Autobahn. Nach Neustart wieder top. In der Werkstatt wurde ausgelesen Ladedruck Regelgrenze unterschritten. Danach nichts repariert und auch nie wieder aufgetreten. Nun im August 17 Spannrolle kaputtgegangen und reparieren lassen zusammen mit Keilriemen, Lima und Zahnriemen. Er lief aber noch super.
Seit diesem Werkstattbesuch geht der Lupo nun eig regelmäßig nach dem starten unter leichter Belastung in den Notlauf. Zudem ruckelt er ab ca 2300/Min beim beschleunigen und hat nach oben raus keinen "Dampf" mehr. Höchstgeschw. ist nun ca 125. Habe ihn wieder in dieselbe Werkstatt gebracht. Dort wurde er einmal komplett zerlegt und mir gesagt der Kat sei zugerusst und es gäbe irgendwelche riefen an der Einspritzung. Dann wurde mir ein Mittel zum erhöhen der Temperatur mitgegeben zum "ausbrennen". Die Probleme bestehen natürlich weiterhin und wurden durch den 2. werkstattbesuch nicht verbessert. Hat nur 500€ fürs zerlegen gekostet. Was kann das sein? Lohnt sich eine Reparatur noch?
Vielen Dank für alle Hilfen!



Was wurde denn "komplett zerlegt" ? (500 Euro sind ja nun kein Pappenstiel.)
Der Kat ist doch wohl nicht gemeint, den man übrigens nicht "ausbrennen" kann, was allenfalls beim DPF angeboten wird, den der Lupo aber nicht hat.
Wieviel Tkm hat der Wagen denn überhaupt schon gelaufen ?
Wenn der Motor in den Notlauf geht, ist auf jeden Fall wieder was im Fehlerspeicher - evtl. wieder "Ladedruck Regelgrenze unterschritten". Also zur Sicherheit nochmal auslesen lassen.
Evtl. ist im Rahmen der Aktion Spannrolle (welche?), Zahnriemen, Keilriemen und Lima (..wieso überhaupt Lima ?) der eine oder andere Schlauch beim Wiedereinbau undicht geworden. Es sollte also das Verschlauchungssystem für die Ladedruckregelung auf Dichtheit geprüft werden.
Zu prüfen wäre auch das Magnetventil für Ladedruckbegrenzung, was bei Ausfall die Motorleistung verringert und das Ladedruckregelventil, d.h. arbeitet die Druckdose, ist die Betätigungsstange zum Ladedruckregelventil und das Ladedruckregelventil selbst beweglich oder sitzt evtl. der Hebel für das Ladedruckregelventil fest oder ist schwergängig.

Mit "irgendwelchen Riefen an der Einspritzung" ist wahrscheinlich das "Einarbeiten" der stählernen Pumpe-Düse-Elemente in den Alu-Zylinderkopf gemeint, was zu Undichtigkeiten führt. Im Anfangsstadium kann man das durch neue PDE-Dichtungen beheben, hat aber m.E. nichts mit der extrem schlechten Leistung zu tun, sondern führt meistens nur zum Absterben des Motors in der Warmlaufphase aufgrund von Luft in der Kraftstoffleitung.


Timh
  • Themenstarter
Timh 's

Hallo Moandi,
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!
Der Lupo hat jetzt schon über 190TKm runter steht aber noch gut da!

Wie du schon richtig erkannt hast wurde in der Wekstatt die Riefen am Alublock bei den PD-Elementen als Ursache für das "Ruckeln" und den Leistungsverlust "diagnostiziert" (500€ für eine Schnitzeljagt nach dem Fehler im Auto)

Der verbaute Kat ist ein Metallkat, den sollte man doch ausbrennen können? Außerdem sei meine Aga ziemlich zu...

Es wurde die Spannrolle des Keilriemens ausgetauscht. Diese hat leider auch die Lichtmaschine beschädigt gehabt.(laut Werkstatt)

So wie ich das sehe kommen diese Riefen auch nicht von heute auf morgen, somit sollte der Fehler auch nicht von heute auf morgen auftreten, oder? Wenn dieser überhaupt dadurch verursacht wurde...

Wie kann ich das Magnetventil, etc. prüfen?



Zitat:

So wie ich das sehe kommen diese Riefen auch nicht von heute auf morgen, somit sollte der Fehler auch nicht von heute auf morgen auftreten, oder? Wenn dieser überhaupt dadurch verursacht wurde...

Das denke ich auch. Undichte PDE gibt es nach fast 200 Tkm nicht selten und kündigen sich eben durch Ausgehen des Motors in der Warmlaufphase kurz nach einem Kaltstart (unter 30°C Kraftstofftemperatur) an, weil beim 1.4 TDI das Vorwärmventil im Kraftstofffilter erst ab 30°C den Rücklauf Richtung Tank öffnet. Solange soll der warme Diesel sofort zu den PDE zurück fließen, aber leider kommen wegen der Undichtigkeit im ZK auch die Luft u. Abgase mit.
Um das zu verhindern, könntest Du mal versuchsweise das Vorwärmventil mit einer kleinen Ringleitung still legen und die sonst dort angeschlossenen Teile der Rücklaufleitung direkt miteinander verbinden. (s. Bilder)

Magnetventil für Ladedruckbegrenzung prüfen:
Zündung ausschalten
Stecker am Magnetventil für Ladedruckbegrenzung abziehen.
Widerstand zwischen den Kontakten am Ventil messen.
Sollwert: 25 bis 45 Ohm

Aber vor allem sollten -wie schon erwähnt- unbedingt alle Schläuche für die Ladedruckregelung akribisch auf Dichtheit geprüft werden. Bei der Laufleistung und vor allem auch dem Alter haben die meisten ihre beste Zeit hinter sich, d.h. sie werden porös und brüchig, und man sieht ihnen das auf den ersten Blick nicht an. Der Ladedruck selbst kann nur per Diagnosegerät geprüft werden.

Aus Metall ist beim Diesel-Kat übrigens nur die Trägerschicht - im Gegensatz zum Benziner-Kat, wo sie aus Keramik besteht. Die katalytisch aktive Schicht besteht bei beiden u.a. aus Platin und Rhodium, deren Zerstörung durch chemische Reaktionen mit Fremdstoffen (Kraftstoff, Öladditive) ebenso wie die thermische Alterung nicht reversibel ist. Zu hohe Temperaturen durch Ausbrennen würde den Vogang nur noch beschleunigen.


Vorwärmventil kurzsc
Vorwärmventil kurzsc
Dieselfilter.jpg
Dieselfilter.jpg

Hallo,

hat die Werkstatt die Einstellung zum Zahnriemen nochmal überprüft ?. Oder kannst Du das selber bewerkstelligen ? Spannrolle Zahnriemen wurde erneuert ?

Kontrolliere das mal.

Jürgen M.


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