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Batteriesäure ausgelaufen

MichaelMCM
  • Themenstarter
MichaelMCM's Lupo

Hallo Lupofreunde,
Supergau in meinem Batteriefach.
Bei der Hitze in den letzten Tagen ist mir die Batterie geplatzt. Könnte schon ne Woche her sein. Hab heute die Motorhaube geöffnet, da kam mir schon ein sehr saurer Geruch entgegen. Batterie Tropft, gibt aber stabile 12,3V von sich, aber egal. Batteriehalter, Haltestange für das Kupplungsseil stark angegriffen.
Aber das Problem, weshalb ich Hilfe suche ist, dass die Säure auf einen Sensor getropft ist. Ich glaube es ist der Kühlwasser-Temperatursensor. Die Säure hat den Sensor aus Metall verätzt und den Kunststoffstecker, mit dem der Sensor am Kabelbaum angeschlossen ist miteinander verschmolzen. Er funktioniert zwar noch, aber ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Säure ein Loch in den Sensor gefressen hat und Kühlwasser ausläuft, oder noch schlimmer, die Säure in den Kühlkreislauf Gerät und mir Kühlung und den ganzen Block zerfrisst. Gerade in Verbindung mit Wasser soll Sie ja besonders aggressiv werden. Habe gelesen, dass man die Säure erstmal Neutralisieren kann mit einer Lauge um den pH Wert Mal auf neutrale 7 zu kriegen. Was kann man denn dafür so nehmen? Um den Stecker ab zu kriegen hilft wohl nur noch Kabel durchschneiden? Oder gibts da ne andere Lösung?

Danke schon Mal für jede Hilfe.



IMG_1366.JPG
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Hallo,

das die Starterbatterie gekocht hat und letztlich "geplatzt" ist, ist durch den Umstand eingetreten das sie überladen wurde. ( Generator, Spannungsregler defekt. ). Ist sie in der Tat geplatzt oder ist nur aus dem Überlauf Batteriesäure ausgetreten ? Jeder Bleiakku hat zur ordnungsgemäßen Entgasung einen kleinen Schlauchanschluss. In der Regel führt dieser Schlauch nach unten weg. Meist wird er entfernt. Oder waren die Stopfen welche die 6 Zellen verschließen nicht dicht ?

Stelle mal ein Foto der Starterbatterie ein, damit man sehen kann was geplatzt war.

Da hilft nur eins, die defekte Batterie schnellstens ausbauen und ordnungsgemäß entsorgen. Alle elektrischen Teile die von der Batteriesäure befallen sind müssen ausgetauscht werden. Die Oxydation durch die Säure schleicht sich überall ein.

Dabei Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen. Anschließend mit mäßigem Hochdruck gezielt die von der Säure befallenen Fläche reinigen.

Das kann man nicht auf der Straße oder zuhause machen.

Jürgen M.


Moin MichaelMCM,

das ist "nur" der Druckschalter der Servolenkung, da gibts Schlimmeres.
Ob er noch funktioniert müsstest Du dadurch merken, wenn der Motor beim Lenken leicht hochdreht. Oder eben die Drehzahl abfällt, wenn er schon defekt ist.

Der Schalter ist bestimmt noch zu retten, wenn du nicht zu lange wartest. An dem Stecker kannst du ruhig etwas fester rütteln und ziehen, der Schalter ist relativ robust.

Der Lupo fährt auch noch mit abgezogenem Stecker problemlos, er kann höchstens mal im Stand ausgehen beim Lenken.

Grüße
Blinker





Hallo,

und wenn er noch einige Tage wartet ist die Messingaufnahme des Druckschalters ebenfalls zerfressen und zu der auslaufenden Batteriesäure kommt auch noch Hydraulik-Öl welches auf die Fahrbahn tropft. Die Oxydations-Rückstände sind schon gut zu sehen. das ist keine "getrocknete " Batteriesäure.

Die Ursache würde ich beseitigen. Die Bilder der "geplatzten" Starterbatterie interessieren mich schon. Von jeder Seite her möglich ?

Jürgen M.


MichaelMCM
  • Themenstarter
MichaelMCM's Lupo

Hallo,
danke für die vielen Antworten.
Die Batterie ist schon sehr fortgeschrittenen Alters. Ich denke mindestens 7 Jahre. Hab Mal gelesen dass die nur ne Lebensdauer von 4 Jahren hätten. Ich könne glücklich sein, dass sie überhaupt so lange gehalten hat.
Es ist aber schon eine Batterie wo man kein Destilliertes Wasser mehr nachfüllen muss. Ich glaube die heißen AGM und hat demnach auch keine schraublöcher mehr, welche undicht sein könnten.
Wenn man die Batterie leicht schüttelt, hört man in ihr die Säure herummschwappen. Wenn man die kippt, läuft die Säure oben am Deckel raus.
Von außen Sieht man nicht viel, werde aber heute Mittag Mal ein paar Bilder posten. Auf die schnelle habe ich gestern noch ein paar Bilder von der Batterie gemacht, welche ich hier gerade poste.

Was mich jetzt noch interessieren würde wäre, wie ich die Säure jetzt von dem Schalter und dem Batteriehalter runter bekomme.


IMG_1372.JPG
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Zitat:

Was mich jetzt noch interessieren würde wäre, wie ich die Säure jetzt von dem Schalter und dem Batteriehalter runter bekomme.


Wasser, Wasser und nochmal Wasser. Und am Ende mit ordentlich Spülmittel. Würde ich jedenfalls so machen.

Ich finde, der Schaden an der Batterie ist eher irgendwie mechanisch entstanden, so wie ich das nach dem Foto beurteile. Ist vielleicht schon beim Einbau passiert und hat sich dann schleichend verschlimmert.


Mit Schwamm, raue Seite, und Zahnbürste würde ich putzen. Auf keinen Fall eine Stahlbürste.


Hallo,

wenn ich mir die Nahaufnahme der Batterie ansehe, sieht es so aus, als wenn sie geplatzt wäre. Dies geschieht einwandfrei durch Überladung der Batterie.

Auch die " geschlossenen " Batterien gasen aus. Bei der Bosch-Silver, 12V, 64 Ah, 640 A ( EN ) war an der Pluspol-Seite eine Öffnung. Da musste der Entlüftungsschlauch, welcher nach außen führte, angeschlossen werden. Die Starterbatterie ist beim AUDI 200 unter der rechten Rücksitz-Bank, also im Fahrgastraum, verbaut.

Wie Blinker schon schrieb, Wasser , Wasser und Bürste oder ein Hochdruckreiniger mit mäßigem Druck gefahren.

In meinem AUDI 200 habe ich die letzte Batterie ( Bosch Silver ) 12 Jahre gefahren. Die Haltbarkeit der Batterie hat sicher nicht allzu viel damit zu tun.

Vor allen Dingen auch von unten kontrollieren, die Batteriesäure ist ja vom Fahrtwind schön verteilt worden. Wo sie drauf sitzt nagt sie ganz kräftig. Seifenwasser, ein basisches Mittel, neutralisiert die Säure. Darfst aber nicht lange warten damit. Besser ist mit viel, viel Wasser alles abspülen. Sonst rostet sogar noch die Karosserie durch.

So wie es aussieht besteht dieser Umstand aber schon länger. Kurzzeitige Überladungen machen noch nicht viel aus, aber eine längere Autobahn-Fahrt bringt die Batterie dann doch zum " Kochen" .

Prüfe oder lasse den Spannungsregler prüfen. Bei vielen Generatoren kann man diese Einheit austauschen.

Jürgen M.


MichaelMCM
  • Themenstarter
MichaelMCM's Lupo

Ich habe im Innenraum einen Voltmeter fest verbaut. Aber bis jetzt ist mir noch nichts außergewöhnliches aufgefallen. Bordspannung immer bei 13,8V egal wie hoch die Motordrehzahl ist.
Was ich vermute:
Er war vor 2 Wochen in der Werkstatt wegen Kupplunhsschaden. War n Garantiefall. Und mittlerweile weiß ich wie die da Arbeiten. Katastrophal.
Ich glaube die haben die Batterie fallen lassen. Natürlich streiten die das ab. Das Problem ist, ich habe keine Beweise, dass der Schaden nicht schon vor der Reparatur gewesen ist.
Da ich aber sehr viel dran rumschraube kann ich mit Sicherheit sagen, dass es vor der Reparatur noch nicht war.

Sorry leute, hab vergessen Bilder zu machen. Hab die schnell beim Händler abgegeben wegen Pfand, der da immer drauf is. Aber mehr sieht man da eh nicht wie auf den Bildern die ich vorhin gepostet habe.



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